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Privatkunden – Fragen

Gibt es Versicherungen, die bei ‚Corona‘ helfen können? Grundlegend bleibt hierzu leider die Aussage: kaum.

  • Altersvorsorge / Börsenkurse … dies ist individuell zu betrachten und zu besprechen. Grundsätzlich ist ein Einbrechen des Marktes kein K.O. Kriterium für einen ratierlichen Sparplan. Es kommt aber auf die Laufzeit, Zielsetzung und einige weitere Komponenten an, um eine Entscheidung zu treffen
    • Bitte kontaktieren Sie mich! Auch wenn Sie die Altersvorsorge bei einem anderen Vermittler abgeschlossen haben stehe ich Ihnen zur Verfügung. Sie bekommen eine produktneutrale Beratung von mir, um dann eine Entscheidung treffen zu können!

 

  • Krankengeldversicherungen zahlen bei langer Krankheit ab dem 43. Tag. Hierzu muss aber eine ununterbrochene Krankschreibung vorliegen. Sind Sie infiziert und krankgeschrieben, wird sich dies aller Wahrscheinlichkeit nach um zwei bis drei Wochen handeln. Der erforderliche Zeitraum dürfte hier nicht erreicht werden. Ausnahmen könnten hier schwere Krankheitsverläufe sein.

 

  • Kurzarbeitergeld – wie berechnet sich das überhaupt? Da nach meiner aktuellen Erfahrung viele Arbeitgeber selber gar nicht wissen, wie das Kurzarbeitergeld berechnet wird, hier ein Verweis auf eine Seite, die hilft. LINK

 

  • Reiserückstrittsversicherungen leisten nicht, wenn der Urlaub wegen Reiseverboten nicht angetreten werden kann, da diese nur greifen, wenn die Reisenden oder enge Angehörige (u.a. Eltern, Kinder) nachweislich schwer erkrankt sind und die Reise daher nicht möglich ist. Im Falle einer Reisewarnung bleibt nur der Weg über den Anbieter. Im Falle eigener Vorsicht / Angst trägt man selber das Verlustrisiko von z.B. geleisteten Anzahlungen.

 

  • Unfallversicherung: Todesfall durch Corona. hier kommt es sehr auf die Bedingungswerke der einzelnen Anbieter an. Einige Anbieter haben in Erweiterung ‚Infektionskrankheiten‘ eingeschlossen. Es muss aber eben auch ursächlich für den Tod verantwortlich sein. Es gibt Tarife mit und ohne Wartezeiten.

 

  • Homeoffice – bin ich versichert oder nicht? 
    • Gang in die Küche ist nicht gleichzusetzen mit dem zur Betriebskantine wie aus einem Urteil des Bundessozialgerichts (Az: B 2 U 5/15 R) aus dem Jahr 2016 hervorgeht. Der Gang zur Küche über die Treppe führte zu einem schweren Sturz, für den der Arbeitgeber aber in der Privatwohnung des Arbeitnehmers nicht verantwortlich gemacht werden könne.
    • Nach Ansicht des Sozialgerichts München (Az: S 40 U 227/18) zählt auch nicht der Gang zur Toilette zum Verantwortungsbereich des Arbeitgebers. Jedenfalls nicht im Homeoffice.
    • Führt der Weg zum Kindergarten, um dort sein Kind abzusetzen, so ist dieser von der gesetzlichen Unfallversicherung gedeckt. Das Bundessozialgericht hat im Januar dieses Jahres entschieden (Az: B 2 U 19/18 R), dass der Weg zum Homeoffice zurück nicht abgedeckt ist. Der Sturz einer Mutter mit Folgen für das Ellenbogengelenk war hier nicht über den Arbeitgeber abgedeckt.
    • Letztlich kommt es oftmals aber auf den Einzelfall an, wie das Bundessozialgericht (Az: B 2 U 28/17 R) urteilte, als ein Frau auf der Kellertreppe stürzte um zu einem Telefonat des im Keller eingerichteten Homeoffice zu kommen.